10
Juni
Do
16:00 - 17:00 | 8 Schauspielhaus Graz HAUS EINS | in deutscher Sprache (mit englischem Voiceover) | Gastspiel der Münchner Kammerspiele, Deutschland

Unheimliches Tal

Rimini Protokoll (Stefan Kaegi) & Thomas Melle
€ 18 / € 9 (erm.)
Tickets HIER erhältlich

Der Ausdruck „Uncanny Valley“ benennt die Akzeptanzlücke von Robotern, die sich zwischen einigermaßen realistischer Menschenähnlichkeit und annähernder Perfektion auftut. Für „Unheimliches Tal“ wird ein animatronisches Double des Schriftstellers Thomas Melle erstellt und tritt anstelle des physisch abwesenden Autors auf. Was geschieht, wenn ein Mensch kopiert wird? Kommt das Original sich durch sein elektronisches Double näher? Wird der Roboter zu einem Darsteller, dessen Mimik, Gestik und Sprache womöglich Empathie auslösen könnten – doch Empathie mit wem? Mit Melle selbst oder doch schon mit dem Roboter?

Thomas Melle ist Autor und Übersetzer. Mit dem Roman „3000 Euro“ stand er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, andere Auszeichnungen inkludieren u. a. den Kunstpreis Berlin, den Franz-Hessel-Preis und den Klopstock-Preis. Stefan Kaegi inszeniert dokumentarische Theaterstücke, Stadtrauminszenierungen und Hörspiele, die meistens unter dem von ihm mitbegründeten Label Rimini Protokoll veröffentlicht werden.

Vorstellungen am 10. Juni
16:00-17:00 Uhr: in deutscher Sprache (mit englischem Voiceover)
18:00-19:00 Uhr: in englischer Sprache (mit deutschem Voiceover)
20:30-21:30 Uhr: in deutscher Sprache (mit englischem Voiceover)
 
Konzept & Text & Regie Stefan Kaegi
Text & Körper & Stimme Thomas Melle
Ausstattung Evi Bauer
Video Mikko Gaestel
Musik Niki Neecke
Dramaturgie Martin Valdés-Stauber
Animatronik Chiscreatures Filmeffects GmbH
Herstellung und Art Finish des Silikonkopfes | Koloration und Haare Tommy Opatz
Lichtdesign Robert Läßig
Sound- und Videodesign Jaromir Zezula

In Koproduktion mit Berliner Festspiele - Immersion, Temporada Alta - Festival de Tardor de Catalunya (Girona), Impresario Feodor Elutine (Moscow), SPRING Performing Arts Festival (Utrecht), FOG Triennale Milano Performing Arts (Milano), donaufestival (Krems).
Im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020.
Gabriela Neeb